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KÖNNEN SIE NOCH SPIELEN?

Der Designer Günter Beltzig ist ein Mann mit so vielen Facetten, dass es uns gehörig schwer fällt, auch nur einen Abriss seines Schaffens in die uns zur Verfügung stehenden Zeilen zu bringen. Autor diverser Bücher über Kinderspielplätze, Dozent an verschiedenen Universitäten in aller Welt, Designer bei der Siemens AG und vor allem freiberuflicher Spielplatzdesigner mit Projekten in Amerika und ganz Europa.

 

SPIELKONZEPTE / GESTALTUNGSARBEITEN

1993 Apulia Robinson Club, Italien

1997 Expo Lissabon, Portugal

1997 New York City Hall of Science, USA

1997 Naturspielgelände, Waging am See

1998 Playmobilpark, Zirndorf

1998 Castle Plays Cape, Dänemark

2000 Spielinsel, Thoiry Park, Frankreich

2000 Spiel-Mal, Ornithopter, Magdeburg

2001 Spielbereich, Livingston Park, Puerto Rico

2001 Pincess Diana Memorial Parc, London

2002 Ouwehands Dieren Park, Holland

2003 Fidenza Village, Italien

2004 Spiel-Mal, Kiesspiel, Dortmund

2004 Wasserspiel LAGA, Trier

2004 Play in the Tree, Alnwick Garden, England

2005 Blindeninstitutsstiftung, Würzburg

2005 Spiellabyrinth, Wien

 

 

 

 

 

 

Gehen wir doch einmal das Hauptthema des Multitalents an, das Spielen.

Was braucht man eigentlich dazu? Vor allem Freiheit, Freiheit im Kopf, man braucht Raum, und auch Zeit und gegebenfalls Mitspieler. Laut dem Designer, aus seiner Wahlheimat Hohenwart, ist Spielen keine Frage des Alters. Von Nöten ist auch keine Begabung, Intelligenz oder sonstige Fähigkeiten. Alle spielen, junge Hunde, Katzen, alle Tiere, alle Menschen. Auch wir Erwachsene.

Nur ist es uns „Großen" nicht immer bewußt, wir geben einen Zweck vor, die Arbeit, etwas Vernünftiges oder Sinnvolles muß dahinterstehen. Warum eigentlich? Forschen, Entdecken, destalten, neue Wege gehen, jeder Kreative, jeder Künstler macht  den ganzen Tag nichts anderes.

Nehmen wir Albert Einstein oder besser noch das Jahrtausendgenie Leonardo da Vinci. Nicht nur bekannt für seine epochalen Kunstwerke sondern auch für seine unglaublichen Ingenieurleistungen. Der Mann hat vor 500 Jahren schon über Fluggeräte und Unterseeboote nachgedacht und die erstaunlichsten Entwürfe sind glücklicherweise bis zum heutigen Tage erhalten.

Ohne den eingangs erwähnten Spieltrieb, ohne die Lust am Entdecken, am Experimentieren, wo wären wir da heute? Spielen kann erlernt werden und da hilft uns wieder unser Spielplatzdesigner Günter Beltzig weiter.

     

Die Vielzahl der Betätigungsmöglichkeiten, die ungewöhnlichen Lösungen, die Ideen, beispielsweise ein ganzes Piratenschiff oder ein hölzernes Flugzeug, eine Junkers JU 52, in seine Spielplätze und Freizeitparks zu integrieren, regen bei Groß und Klein den Spieltrieb an.

An seinen Bewegungsgeräten werden Körperbewegung, Körperkoordination, Ausdauer aber auch Mut, Gefahrenabschätzung und eigene Grenzen erfahren. An anderen, an Hütten- oder Höhlenspielgeräten sollen ruhiges Spielen, sich Ausruhen, das Träumen oder Rollenspiele angeregt werden.

Bei den Wasserspielgeräten ist es das Ziel, Materialerlebnis, Feinmotorik und das Bauen zu erleben.

Der weltweit erfolgreiche Mittsechziger vertritt die Meinung, das jeder Spielplatz und auch jedes Spielzeug als Erlebnis-und Erfahrungswelt der Sinne, des Körpers und des sozialen Miteinanders entworfen werden sollte. Jeder Entwurf sollte den Benutzer zu Kreativität stimulieren, individuellen Spielspaß auslösen und zu wirklich guten Lebenserfahrungen führen.

Wir können Ihm da wohl kaum widersprechen.

Das aktuelle Projekt von Günter Belzig ist die Gestaltung von sechs Schulhöfen im schönen Glasgow/Schottland. Dort war er auch kürzlich als Gastdozent bei der Universität von Strathclyde und hielt Vorträge über das „Outdoor Spaces Projekt".

Sind Sie neugierig geworden? Dann gehen Sie doch mal wieder ins Deutsche Museum in München und besuchen Sie das „Kinderreich" des Günter Beltzig.  (TG)

 

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